Der Clemens-Holzmeister-Weg
Heute habe ich mir mal den Clemens-Holzmeister-Weg angeschaut. Dieser Rundwanderweg verbindet die beiden von Clemens Holzmeister entworfenen Pfarrkirchen St. Agatha in Merchingen und St. Maria Magdalena in Brotdorf miteinander.
Die grobe Streckenführung ist mir bekannt, aber eigentlich müssten die Zeichen am Wegesrand ja ausreichen. Mir ist aufgefallen, dass es zwei verschiedene Marken gibt. Eine ist lila auf weiß mit Farbe aufgemalt, die andere rot auf weiß als gedrucktes Schild. Die roten sind wohl die neueren und eigentlich ist das Dreieck gleichschenklig, aber ich denke, dass man es erkennen kann.
Ich habe den Weg „gegen den Uhrzeigersinn“ geplant. Von der Kirche in Brotdorf aus durch die Brühl- und Klinkerstraße. Ein verwaschenes altes Symbol an der Klinkermühle sagt mir, dass ich noch auf dem richtigen Weg bin. Klar, es gab ja auch noch keine Abzweigung. Die folgt an der Schafbrücke und ein Zeichen mit Pfeilen fordert zum Seitenwechsel auf.
Hier kommt die erste Abzweigung, die nicht eindeutig markiert ist. Zuerst fordern Pfeile zum Abbiegen ins Hasentälchen auf. Ein weiteres Zeichen befindet sich auf dem Rücken eines Verkehrsschildes in Richtung Merzig. Ob die Wegführung hier mal geändert wurde? Beide sind jedoch lila. Nach einem kurzen Abstecher ins Hasentälchen lassen mich die mangelnde Aussicht auf ein Weiterkommen, die Kenntnis von einem weiteren Zeichen auf dem Gipsberg und ein kräftiger Rottweiler doch nach Merzig gehen.
Beim Übergang von der Humboldstraße in den „Steinigen Weg“ entscheide ich mich für den Feldweg – ein Fehler. Der Weg entpuppt sich als Sackgasse. Ich schlage mich durch die Wiese hinter den Häusern bis zum Wald und verwerfe den Holzmeister-Weg fürs erste. Den Weg von hier nach Merchingen kenne ich und will versuchen, den Holzmeister-Weg von der Merchinger Kirche aus nach Brotdorf zu gehen.
Kaum aus dem Wald herausgekommen finde ich wieder die Markierungen des Holzmeister-Weges – zusammen mit der Markierung des großen Merziger Rundwanderweges M. Die Merziger Wanderwege sind durchweg gut markiert. Davon motiviert werden jetzt auch mehr Holzmeister-Symbole angebracht.
Mich wundert, dass der Weg nicht nach Merchingen abbiegt, sondern weiter am Waldrand Richtung „Merchinger Turm“ weitergeht. Den Turm sehe ich mir mal wieder aus der Nähe an. Sonst sehe ich ja nur die Spitze mit den beiden Ringen und den vielen Antennen. Zurück auf dem rechten Pfad folge ich der ausgedehnten Schleife durch den Wald.
Wieder aus dem Wald heraus läutet es in Merchingen zum Angelus. Es ist jetzt 18 Uhr und ändere ich erneut meinen Plan. Ich verzichte darauf, in den Ort hineinzugehen und mache mich lieber wieder Richtung Brotdorf. Deshalb gehe ich in Richtung Turm und folge dann dem Holzmeister-Weg. Und tatsächlich – ich komme an der von mir vermuteten Stelle am Ortseingang von Brotdorf raus. Nachfolgend der Weg auf den Satellitenbildern von Google Earth.

Zu Hause schaue ich mir die Wegbeschreibung auf der Webseite von Willibald Wächter an. Er beschreibt den Weg von Brotdorf nach Merchingen (ab der Schafbrücke) wie folgt:
Über den Seffersbach und die Gleise der Merzig-Büschfelder Eisenbahn erreicht man wieder die Hauptstraße, der man ein kurzes Stück folgt. Vorbei an den Fabrikhallen von Villeroy&Boch folgt man anschließend der Humboldtstraße. Es geht bergan durchs Wohngebiet des Gipsbergs. Oben angekommen erreicht man einen Feldweg, der den Wanderer ohne Probleme zurück nach Merchingen bringt.
Das Stück Weg zwischen Humboldstraße und Merchingen muss ich mir dann wohl noch mal genau anschauen…